Trockenstress mit Aminosäuren reduzieren

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Leztes Update 18/05/2026

Trockenstress mit Aminosäuren reduzieren

Binnen de Land- und Gartenbau hört man den Begriff „Biostimulanzien“ immer häufiger. Für die einen ist ihr Einsatz bereits gängige Praxis, für andere noch weitgehend unbekannt. In den vergangenen Jahren sind viele neue Produkte auf den Markt gekommen, die zu gesunden und vitalen Pflanzen beitragen.

Biostimulanzien auf Basis von Aminosäuren sind hierfür ein gutes Beispiel. Gleichzeitig macht die große Vielfalt an verfügbaren Biostimulanzien es für Landwirte und Berater zunehmend schwieriger, die Unterschiede zwischen den Produkten und deren Wirkversprechen zu erkennen. Zeit also für eine genauere Erläuterung am Beispiel von Aminosäuren als Biostimulanzien.

Was sind Aminosäuren?

Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen. Neben Kohlenstoff (C), Sauerstoff (O), Wasserstoff (H) und Stickstoff (N) enthalten einige Aminosäuren auch Schwefel (S). Proteine (auch Eiweiße genannt) spielen eine Schlüsselrolle in nahezu allen biologischen Prozessen. Bestimmte Proteine beschleunigen wichtige Schritte im Stoffwechsel, andere wirken als Signalmoleküle oder sind am Transport von Nährstoffen und organischen Verbindungen zwischen Zellen beteiligt. In der Natur gibt es 20 verschiedene Aminosäuren, deren spezifische Abfolge bestimmt, wie ein Protein funktioniert. Eine kurze Kette von Aminosäuren (ein Teil eines Proteins) wird als Peptid bezeichnet.

Der Nutzen von Aminosäuren in der Land- und Gartenbau

Da Proteine zahlreiche Prozesse in der Pflanzenzelle steuern, werden viele der von der Pflanze gebildeten Zucker und Stickstoffverbindungen für die Proteinbildung verwendet. Dieser Prozess erfordert viel Energie. Befindet sich eine Pflanze in einer Stressphase – etwa durch Trockenheit, Kälte oder auch durch Herbizid- oder Fungizidbehandlungen – reagiert sie mit einer Stressreaktion. Diese erfordert die Bildung neuer Proteine und damit auch eine große Menge an Aminosäuren und Energie.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Pflanzen unter Stress Aminosäuren, die über eine Blattapplikation zugeführt werden, direkt für die Proteinbildung nutzen können. Dadurch muss die Pflanze weniger Energie für die Stressbewältigung aufwenden, was Wachstumsverzögerungen und Ertragsverluste verhindern kann.

Aminosäuren haben zudem weitere positive Eigenschaften: Sie können als Chelatoren wirken und dadurch die Aufnahme von Nährstoffen verbessern. Außerdem verbessern sie die Benetzungseigenschaften der Spritzlösung. In höheren Dosierungen können sie auch als natürliche Stickstoffquelle dienen.

Herkunft und Wirksamkeit von Aminosäureprodukten

Zwischen Aminosäureprodukten bestehen große Unterschiede, insbesondere hinsichtlich ihrer Herkunft: tierisch oder pflanzlich. Tierische Aminosäuren werden aus Schlacht- oder Fischabfällen gewonnen, während pflanzliche Aminosäuren meist aus Soja, Mais oder anderen pflanzlichen Rohstoffen stammen. Es gibt auch synthetische Aminosäuren, die jedoch oft eine einseitige Zusammensetzung aufweisen.

Um ein Aminosäureprodukt herzustellen, müssen die Proteine aus den Rohstoffen in freie Aminosäuren aufgespalten werden. Nur freie Aminosäuren können schnell und effizient von der Pflanze aufgenommen werden. Dieser Prozess wird als Hydrolyse bezeichnet. Pflanzliche Proteine liefern in der Regel einen höheren Anteil an freien Aminosäuren als tierische.

Wenn Sie ein Aminosäureprodukt zur Unterstützung von Pflanzen unter Stress einsetzen möchten, empfiehlt sich daher ein Produkt pflanzlichen Ursprungs. Für die Bindung von Nährstoffen können sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte geeignet sein. Um die Qualität zu beurteilen, empfiehlt es sich, beim Anbieter Informationen zur Zusammensetzung (freie Aminosäuren und Verhältnis Aminosäuren zu Peptiden) anzufordern.

Optima Leaf-Amino

Soiltech bietet mit Optima Leaf-Amino einen Biostimulator auf pflanzlicher Basis mit einem besonders hohen Gehalt an freien Aminosäuren (über 17,5 %). Eine Anwendung von 1,5 l/ha während Herbizid-, Fungizid- oder Insektizidbehandlungen reduziert Wachstumshemmungen und verbessert die Blattbenetzung.

Bei abiotischem Stress wie Kälte, Trockenheit, Hitze oder übermäßigen Niederschlägen unterstützt eine wöchentliche Anwendung von 1,5 l/ha Optima Leaf-Amino die Pflanzen und hilft, mögliche Ertragsverluste zu reduzieren.

Weitere Informationen: Optima Leaf-Amino.

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