Kupferdüngung: Wirkung, Anwendung und Beratung

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Leztes Update: 08/05/2026

Kupferdüngung: Wirkung, Anwendung und Beratung

Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement für Pflanzen. Eine Kupfergabe während der Phase des schnellen Blattwachstums erhöht den Ertrag und die Qualität von Kulturen wie Kartoffeln (sowohl Stärke- als auch Speisekartoffeln), Zuckerrüben und Weizen. Kupfer erfüllt dabei verschiedene Funktionen in der Pflanze, unter anderem die Förderung des Wachstums. Eine höhere Kupferkonzentration verbessert die Photosynthese- und Enzymaktivität. Zudem ist Kupfer wichtig für die Bildung von Lignin in den Zellwänden. Mit anderen Worten: Kupfer trägt zu starken, aufrecht wachsenden Pflanzen bei. Schließlich ist Kupfer auch essenziell für die Pollenbildung und den Fruchtansatz, was insbesondere bei Getreide wie Weizen von großer Bedeutung ist.

Mangel durch eingeschränkte Verfügbarkeit

Ein Kupfermangel ist meist die Folge einer eingeschränkten Verfügbarkeit der Kupfervorräte im Boden. Diese Verfügbarkeit hängt stark von verschiedenen Standorteigenschaften ab:

  • Organische Substanz: Kupfer ist stärker an organische Substanz gebunden als jedes andere Nährstoffelement. Kupfermangel tritt daher häufig auf Böden mit hohem organischem Anteil auf, wie z. B. Moorböden oder Böden mit > 8 % organischer Substanz.
  • Boden-pH: Die Löslichkeit von Kupfer nimmt bei einem pH-Wert über 7,0 ab. Bei hohen pH-Werten wird Kupfer stärker im Ton-Humus-Komplex gebunden und steht der Pflanze weniger zur Verfügung. Dies ist häufig auf kalkreichen Böden der Fall.
  • Hohe Stickstoffverfügbarkeit: Pflanzen auf Böden mit hohen Stickstoffgehalten (z. B. durch starke Düngung) können Kupfer schlechter aufnehmen.
  • Nährstoffbalance: Hohe Konzentrationen von Zink, Phosphor, Aluminium und/oder Eisen im Boden können die Kupferaufnahme der Pflanze hemmen.

Anfälligkeit für Kupfermangel

Kupfermangel ist in Kartoffeln und Zuckerrüben nicht immer leicht zu erkennen. Bei Weizen und Hafer sind die Symptome deutlicher sichtbar. Typische Anzeichen sind eingerollte Blätter und weiße Blattspitzen, die später absterben. Bei starkem Mangel kommt es dazu, dass die Pflanze keine Ähren bildet oder sich diese nur unzureichend entwickeln.

Da Kupfer ein immobiles Element ist (es wird innerhalb der Pflanze kaum verlagert), treten Mangelsymptome vor allem in den jungen, zuletzt gebildeten Blättern auf.

Kupferüberschuss

In einigen Fällen ist die Kupferverfügbarkeit im Boden zu hoch. Dies ist häufig auf den übermäßigen Einsatz kupferhaltiger Fungizide oder eine intensive Düngung mit Schweine- oder Geflügelmist zurückzuführen. Ein Kupferüberschuss zeigt sich zunächst in einem verminderten Wurzelwachstum und später in einer Gelbfärbung der Blätter (Chlorose). Eine Bodenanalyse kann den pflanzenverfügbaren Kupfergehalt (Cu) im Boden bestimmen.

Kupfer-Blattdüngung

Auf Böden, auf denen die Kupferverfügbarkeit problematisch ist oder ein Kupfermangel besteht, empfiehlt es sich, eine oder mehrere Blattapplikationen mit einem kupferhaltigen Dünger durchzuführen. Soiltech bietet mit Optima Leaf-Cu+ einen Blattdünger auf Basis von organisch komplexiertem Kupfer an. Durch die organische Komplexierung kann die Pflanze das Kupfer schneller und effizienter aufnehmen. Zudem wird verhindert, dass die Kupferkationen im Produkt mit anderen Elementen in der Spritzlösung reagieren, sodass die Pflanze das Kupfer in der richtigen Form erhält. Gleichzeitig sorgt dies für eine gute Mischbarkeit mit den meisten Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln.

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