Soiltech hat ein neues Hightech-Test- und Innovationszentrum
Soiltech, Entwickler und Produzent von Optima-Blattdüngern und Biostimulanzien, hat am Hauptstandort in Biezenmortel ein Hightech-Test- und Innovationszentrum errichtet. Das Gebäude hat eine Größe von 30 x 20 m und umfasst Gewächshäuser sowie Testräume. Diese sollen dazu beitragen, die Position von Soiltech als innovativer Spitzenakteur weiter zu stärken, der die pflanzliche Landwirtschaft mit neuen Produkten bei nachhaltigen Lösungen unterstützt.
Nachhaltig und gasfrei
Das neue Test- und Innovationszentrum wurde selbstverständlich so nachhaltig wie möglich gebaut und wird vollständig gasfrei beheizt. Die Beheizung erfolgt über Wärmepumpen, die mit Energie aus den bereits im vergangenen Jahr in großem Umfang installierten Solaranlagen betrieben werden. Auch der hinter den Gewächshäusern gelegene Teil des Test- und Innovationszentrums wird auf dem Dach mit Solarmodulen ausgestattet.
Zukunftssichere Pflanzenernährung
Soiltech entwickelt professionelle Blattdünger, bekannt unter dem Namen Optima. Diese sind nicht nur besonders effizient, sondern auch gut mit anderen Mitteln kombinierbar und bestehen aus Rohstoffen, die aus ökologischer Sicht zukunftsfähig sind. Um dies zu erreichen, ist eine hohe Testkapazität erforderlich.
Bereits seit 2016 führt Soiltech ganzjährig zahlreiche Pflanzenversuche in einem gemieteten Versuchsgewächshaus in Limburg durch. Um noch präzisere Tests durchführen zu können, wird das neue eigene Gewächshaus mit verschiedenen Hightech-Installationen ausgestattet. So ermöglichen beispielsweise Schirmanlagen und eine spezielle Klimasteuerung, die Bedingungen realitätsnah zu simulieren, wie sie im Freiland vorkommen (können). Dadurch kann Soiltech vorhersagen, wie sich die Produkte in der Praxis verhalten.
Auch extreme Wetterbedingungen, mit denen Land- und Gartenbau infolge des Klimawandels zunehmend konfrontiert sind, können nachgebildet werden. Soiltech entwickelt Produkte, die Pflanzen durch solche Extremphasen unterstützen. Im Grunde handelt es sich dabei um Lösungen, die landwirtschaftliche Betriebe klimaresilient machen. Die pflanzliche Landwirtschaft sucht sowohl im In- als auch im Ausland nach solchen Lösungen. Die Ambitionen sind daher – europaweit – international.
Erneuerbare Rohstoffe für Blumenerde
Das Schwesterunternehmen Van Iersel produziert am selben Standort in Biezenmortel sowie an drei weiteren Produktionsstandorten verschiedene Arten von Kompost und verwandte Produkte. In den letzten Jahren ist das Interesse daran in der Substratindustrie deutlich gestiegen, da die Nachfrage im Erwerbsgartenbau nach organischen Substraten stark wächst – auch im Zuge von Nachhaltigkeitszielen.
Die Substratindustrie möchte nämlich einen immer größeren Anteil an Torf in ihren Mischungen durch erneuerbare Rohstoffe ersetzen. Torf ist ein fossiler Rohstoff, dessen Gewinnung zusätzliche CO₂-Emissionen verursacht, was im Hinblick auf den Klimawandel unerwünscht ist. Zudem muss dieser Rohstoff häufig über weite Strecken transportiert werden.
Daher sucht die Branche nach lokal produzierten und nachhaltigeren Alternativen. Dadurch entstehen neue Chancen für Van Iersel, neue Produkte zu entwickeln – diese müssen jedoch getestet werden, was in dieser neuen Forschungsanlage hervorragend möglich ist.
Zeitraffer & Einblick
Sehen Sie sich unten zwei Videos vom Bau des Gewächshauses sowie vom Innenbereich an.
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