Calcium in Kulturen: Anwendung unter extremen Bedingungen

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Letztes Update: 18/05/2026

Calcium in Kulturen: Anwendung unter extremen Bedingungen

Was bewirkt Calcium und wie gelangt es unter extremen Bedingungen an die richtige Stelle? Der Calciumbedarf kann je nach Kulturart und Wachstumsstadium erheblich variieren. So benötigen Gräser und Getreide durchschnittlich etwa 5 kg Calcium pro Hektar und Saison, Mais und Zwiebeln etwa 20 bis 50 kg und festere Knollen-, Kohl- und Fruchtgemüse 80 kg oder mehr. In letzterer Kategorie kann der Calciumbedarf sogar den von Phosphat übersteigen.

Die Rolle von Calcium

Warum ist Calcium ein so wichtiges und unverzichtbares Element? Calcium spielt eine zentrale Rolle als Baustein für Zellwände und Membranen und trägt damit zur Festigkeit der Pflanze bei. Darüber hinaus ist es ein wichtiges Element für die Zellteilung und das Wachstum junger Gewebe und fördert die Qualitätsbildung von Speicherorganen wie Früchten und Knollen.

Calciummangel in Pflanzen

Der Nährstoff Calcium ist für seine geringe Mobilität bekannt, wodurch er innerhalb der Pflanze nach der Einlagerung kaum umverteilt werden kann. Das über die Wurzel aufgenommene Calcium wird mit dem Transpirationsstrom in alle Pflanzenteile transportiert. Junge Wurzelspitzen sind besonders gut in der Lage, Calcium aufzunehmen, da ihre Zellmembranen noch gut durchlässig sind. Bei älteren, stärker verkorkten Wurzeln ist die Durchlässigkeit deutlich geringer, wodurch die Calciumaufnahme erheblich eingeschränkt wird.

Wird der Saftstrom gestört, kommt es schnell zu einer ungleichmäßigen Verteilung von Calcium in der Pflanze. Die größten Risiken hierfür entstehen bei heißem und trockenem Wetter, da die Pflanze dann verstärkt transpiriert, um sich abzukühlen. Calciummängel treten daher häufig zuerst an wenig transpirienden Pflanzenteilen auf, wie Blattspitzen und -rändern, Blüten sowie Früchten und Knollen.

Bei gestörtem Saftstrom sinkt die Calciumkonzentration in diesen Geweben, wodurch Zellwände und -membranen geschwächt werden. Zellflüssigkeit kann austreten, und Gewebe kann im Extremfall absterben (Nekrose – gelb/braune Verfärbung). Bekannte physiologische Schäden sind beispielsweise Blattrandnekrosen, Innenbräune, Korkflecken und Blütenendfäule.

Optimale Calciumdüngung

Die Calciumaufnahme während der Saison hängt vor allem vom Calciumgehalt im Boden, dem pH-Wert, dem Zustand der Wurzeln und klimatischen Faktoren ab. Bodenanalysen zeigen, dass pflanzenverfügbares Calcium in den Niederlanden strukturell abnimmt. Besonders im Ackerbau, im Freilandgemüsebau und im Obstbau kann dies zu Qualitätsverlusten führen.

Um die Calciumaufnahme früh in der Saison zu fördern, ist eine gute Ausgangssituation entscheidend. Bei Bedarf kann eine Kalkung durchgeführt werden, um den pH-Wert und die Bodenstruktur zu verbessern. Eine gute Calciumverfügbarkeit verhindert Bodenverschlämmung und Strukturprobleme. In Böden mit relativ hohem pH-Wert ist Calcium (Ca²⁺) in der Regel besser verfügbar und unterliegt weniger Konkurrenz durch Kalium (K⁺) und Magnesium (Mg²⁺).

Zudem ist es wichtig, in der Anfangsphase der Kultur die Aktivität junger Wurzeln zu fördern, da diese besonders effizient Calcium aufnehmen. Root & Shoot ist eine spezielle Kombination aus Nährstoffen und Biostimulanzien, die das Wurzelwachstum stimuliert.

Unter ungünstigen Wachstumsbedingungen wie Trockenheit und Hitze oder wenn Pflanzen- bzw. Bodenanalysen darauf hinweisen, ist ein rechtzeitiges und gezieltes Eingreifen entscheidend. Aufgrund der geringen Mobilität von Calcium sollte der Dünger möglichst dort appliziert werden, wo der Mangel auftritt. So kann beispielsweise eine Blattdüngung mit Optima Leaf-Ca und/oder Optima Sugar+ auf oberirdische Pflanzenteile erfolgen. Der optimale Zeitpunkt ist während der Blattentwicklung und/oder während der Bildung von Blüten, Früchten, Knollen und Kohlköpfen. Besonders diese schnell wachsenden und wenig transpirienden Gewebe sind anfällig für Calciummangel.

Empfehlung

Optima Leaf-Ca liefert organisch komplexiertes Calcium in Kombination mit ausgewogener Hintergrundernährung, um die Calciumaufnahme zu verbessern. Anwendung: mindestens 2× 1,5 l/ha im Abstand von 7–14 Tagen. Für eine einmalige Korrektur kann auch 3,0 l/ha eingesetzt werden.

Weitere Informationen: Optima Leaf-Ca

Optima Sugar+ enthält eine hohe Calciumkonzentration kombiniert mit Mangan und organisch komplexierten Spurenelementen. Nahezu alle Kulturen, insbesondere Zuckerrüben, profitieren während der Wachstumsphase von zusätzlichem Calcium. Anwendung: 3× 5 l/ha im Abstand von 7–14 Tagen.

Weitere Informationen: Optima Vigor

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